Panzerfaust 60 (demilitarisiert)
Titel
Panzerfaust 60 (demilitarisiert)
Hersteller
Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG)
Standort
Celler Garnison-Museum
Beschreibung
Die Panzerfaust war eine rückstoßfreie Panzerabwehrwaffe, die von der Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG) entwickelt wurde. Sie verschoss eine mit einer Hohlladung ausgestattete, panzerbrechende Granate. Die Waffe bestand im Wesentlichen aus einem Abschussrohr mit Visiereinrichtung und Abzugsvorrichtung sowie dem vorne eingesetzten Gefechtskopf mit der Hohlladung.
Die späteren Modelle Panzerfaust 60 und Panzerfaust 100 wogen etwa 8,5 beziehungsweise 9,4 kg. Der Gefechtskopf enthielt rund 1,6 kg Sprengstoff. Die Bezeichnung der Modelle bezog sich auf die jeweils vorgesehene Schussentfernung: Die Panzerfaust 60 erreichte eine effektive Schussweite von etwa 60 m, während diese bei der später eingeführten Panzerfaust 100 auf etwa 100 m gesteigert wurde. Die Durchschlagsleistung wird für beide Modelle mit bis zu etwa 200 mm Panzerstahl angegeben. Dieser Wert ist als unter günstigen Bedingungen erreichbare Maximalleistung zu verstehen und nicht als unter allen Gefechtsbedingungen gewährleistete Durchschlagsleistung.
Die Panzerfaust nahm zudem einen wichtigen Platz in der NS-Propaganda ein. Insbesondere gegen Ende des Krieges wurde sie als einfach einzusetzende und wirkungsvolle Waffe zur Bekämpfung feindlicher Panzer propagandistisch hervorgehoben. Zeitgenössische Bildquellen des Bundesarchivs dokumentieren ihren Einsatz sowohl bei regulären deutschen Truppen als auch bei Angehörigen des Volkssturms.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehrere Millionen Panzerfäuste verschiedener Ausführungen produziert. Je nach zugrunde gelegter Quelle werden insgesamt etwa 6,7 Millionen bis mehr als acht Millionen Exemplare genannt. Die Massenproduktion war in erheblichem Umfang auf den Einsatz von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen angewiesen. Insbesondere die HASAG, die zu den größten deutschen Rüstungskonzernen gehörte, setzte in ihren Werken im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten Tausende Menschen unter Zwang zur Herstellung von Munition und Panzerfäusten ein. Allein im Leipziger Hauptwerk waren mehr als 10.000 zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge eingesetzt.
Im Sommer 1944 errichtete die HASAG unmittelbar neben ihrem Leipziger Werk das Frauenaußenlager „HASAG Leipzig“ des KZ Buchenwald. Dort waren zeitweise mehr als 5.000 weibliche KZ-Häftlinge inhaftiert, die zur Arbeit in der Rüstungsproduktion gezwungen wurden. Das Lager entwickelte sich innerhalb weniger Monate zum größten Frauenaußenlager des KZ Buchenwald.
Die späteren Modelle Panzerfaust 60 und Panzerfaust 100 wogen etwa 8,5 beziehungsweise 9,4 kg. Der Gefechtskopf enthielt rund 1,6 kg Sprengstoff. Die Bezeichnung der Modelle bezog sich auf die jeweils vorgesehene Schussentfernung: Die Panzerfaust 60 erreichte eine effektive Schussweite von etwa 60 m, während diese bei der später eingeführten Panzerfaust 100 auf etwa 100 m gesteigert wurde. Die Durchschlagsleistung wird für beide Modelle mit bis zu etwa 200 mm Panzerstahl angegeben. Dieser Wert ist als unter günstigen Bedingungen erreichbare Maximalleistung zu verstehen und nicht als unter allen Gefechtsbedingungen gewährleistete Durchschlagsleistung.
Die Panzerfaust nahm zudem einen wichtigen Platz in der NS-Propaganda ein. Insbesondere gegen Ende des Krieges wurde sie als einfach einzusetzende und wirkungsvolle Waffe zur Bekämpfung feindlicher Panzer propagandistisch hervorgehoben. Zeitgenössische Bildquellen des Bundesarchivs dokumentieren ihren Einsatz sowohl bei regulären deutschen Truppen als auch bei Angehörigen des Volkssturms.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehrere Millionen Panzerfäuste verschiedener Ausführungen produziert. Je nach zugrunde gelegter Quelle werden insgesamt etwa 6,7 Millionen bis mehr als acht Millionen Exemplare genannt. Die Massenproduktion war in erheblichem Umfang auf den Einsatz von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen angewiesen. Insbesondere die HASAG, die zu den größten deutschen Rüstungskonzernen gehörte, setzte in ihren Werken im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten Tausende Menschen unter Zwang zur Herstellung von Munition und Panzerfäusten ein. Allein im Leipziger Hauptwerk waren mehr als 10.000 zivile Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge eingesetzt.
Im Sommer 1944 errichtete die HASAG unmittelbar neben ihrem Leipziger Werk das Frauenaußenlager „HASAG Leipzig“ des KZ Buchenwald. Dort waren zeitweise mehr als 5.000 weibliche KZ-Häftlinge inhaftiert, die zur Arbeit in der Rüstungsproduktion gezwungen wurden. Das Lager entwickelte sich innerhalb weniger Monate zum größten Frauenaußenlager des KZ Buchenwald.
Schlagworte
Demilitarisierte Panzerfaust 60 der Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG).
Rechte
CC BY-SA 4.0
Sammlung
Tags
Zitat
Hugo Schneider Aktiengesellschaft (HASAG), “Panzerfaust 60 (demilitarisiert),” Celler Garnison-Museum e.V., accessed 18. September 2026, https://celler-garnisonmuseum.de/items/show/32.
Celler Garnison-Museum e.V.
