Langensalza Medaille
Objektbezeichnung
Orden
Titel
Langensalza Medaille
Hersteller
Heinrich Jauner, Medailleur und Hof-Graveur
Datierung
1866
Inventarnummer
11O00001
Standort
Celler Garnison-Museum
Kurzbeschreibung
An der Schlacht von Langensalza nahmen aus Celle das 2. Infanterie und des Cambridge-Dragoner Kavallerie Regiment teil. Das Andenken ihrer Gefallenen ehrt bis heute das Denkmal, welches im Französischen Garten zu finden ist. Am 30. Juni 1866 stiftete König Georg V. von Hannover nach der siegreichen Schlacht vom 27. Juni 1866 die Langensalza-Medaille. Trageberechtigt war jeder Soldat, der an der Schlacht gegen die preußischen Truppen teilgenommen hatte. Die Medaille wurde aus Bronze gefertigt und zeigte auf der einen Seite das Bildnis des Königs im Profil, sowie den umlaufenden Schriftzug "GEORG V v. G. G. KOENIG v. HANNOVER" Auf der anderen Seite findet sich die Inschrift "LANGENSALZA 27. JUNI 1866" von einem Lorbeerkranz umgeben. Das Ordensband ist weiß, mit gelben Seitenstreifen.
Beschreibung
Der Entschluss für die Stiftung der Langensalza-Medaille erfolgte bereits auf dem Schlachtfeld am 27. Juni 1866. Entsprechend dem seit den Befreiungskriegen üblichen hannoveranischen Brauch, sah der kurz nach der Schlacht ins Exil fliehende König Georg V. die Medaille ohne Rücksicht auf Rang oder Stand für alle Teilnehmer der Schlacht vor. Mit der Gestaltung der Medaille wurde im Herbst 1866 der zu der Zeit überaus bekannte österreichischer Medailleur und Hof-Graveur Heinrich Jauner beauftragt. Ausgeführt wurde die Medaille aus Messing und weist einen breiten Rand auf. Auf diesem wurde der Vor- und Nachnamen des Beliehenen graviert. Dabei wurde der Vorname mit dem ersten Buchstaben abgekürzt. Die Vorderseite zeigt König Georg im Profil, sowie die umlaufende Inschrift Georg V. v.G.G. KOENIG v. HANNOVER und direkt unter der Darstellung des Königs eingeschlagen den Nachnamen des kaiserlichen und königlichen Hof-Kammer-Graveur Jauner. Die Rückseite ist mit einem Lorbeerkranz gefasst und erinnert in drei Zeilen an Ort und Datum der Schlacht. Getragen wurde die Medaille an einem weißen Ordensband mit zwei gelben Seitenstreifen, den Farben des Adelsgeschlechtes der Welfen. Diese wurde mit einem Bandring an einer auf die Medaille gelöteten Öse befestigt. Die erstmalige Verleihung erfolgte am 26. Dezember 1866 in der sogenannten Villa Braunschweig des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel im heutigen Wiener Stadtteil Hietzing, eigenhändig durch den im österreichischen Exil lebenden König. Wie viele Medaillen tatsächlich bis zum Ende der Verleihung 1898 ausgegeben wurden, ist unklar. Es kann jedoch von der Größenordnung von 16.000 bis 20.000 ausgegangen werden. Die Beliehenen erhielten ihre Medaillen zumeist aus der Hand ihrer ehemaligen Kommandeure im Nahmen Georg V. und durfte diese offen und auch in Verbindung mit später erworbenen preußischen Auszeichnungen, etwa dem Eisernen Kreuz tragen, wie die Preußische Kabinettorder in der Provinz Hannover im Jahre 1867 bestimmte.
Literatur: Orden der norddeutschen Staaten des 19. Jahrhunderts, Hans Georg von Gusovius, Bestandskatalog 1, Bomann-Museum, Celle 1984
Literatur: Orden der norddeutschen Staaten des 19. Jahrhunderts, Hans Georg von Gusovius, Bestandskatalog 1, Bomann-Museum, Celle 1984
Schlagworte
Orden|Königreich Hannover|Hannover|Langensalza|Symbolik
Rechte
CC BY-SA 4.0
Öffentlich
Ja
Hervorgehoben
Nein
Sammlung
Zitat
Heinrich Jauner, Medailleur und Hof-Graveur, “Langensalza Medaille,” Celler Garnison-Museum e.V., accessed 23. Mai 2026, https://celler-garnisonmuseum.de/items/show/21.
